Fotoausstellung über Orang-Utans im Stadtmuseum Schleswig

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Borneo Orangutan Survival
Borneo Orangutan Survival

BOS – Borneo Orangutan Survival Deutschland stellt Fotografien der bedrohten Menschenaffen aus.
Mittwoch, 22.8.2012 , 19 Uhr, Stadtmuseum Schleswig: Heide Fischer vom Fotoclub Schleswig, Leonhard Graf Rothkirch-Trach und Martina Wiesmayr von Borneo Orangutan Survival (BOS) Deutschland e. V. eröffnen die Fotoausstellung „Letzte Hoffnung für die Orang-Utans“. Drei Monate lang werden 60 Fotos die Arbeit der indonesischen Stiftung BOS zum Schutz der Orang-Utans und des Regenwaldes auf Borneo zeigen.

Vom 23. August bis zum 25. November können die Besucherinnen und Besucher im Stall des Stadtmuseums Schleswig die Bilder der sanften Menschenaffen auf sich wirken lassen:
Orang-Utans schwingend in den Bäumen oder auch verstört und verzweifelt auf verkohltem Land. Grüne Wälder, Urwaldriesen und prächtige Tiere sind zu sehen. Gleich daneben gibt es Palmöl-Plantagen und gefälltes Tropenholz, soweit das Auge reicht.

Die Ausstellung will aufklären. Über die Arbeit von BOS, vor allem auch darüber, warum sie überhaupt notwendig ist. „Jeden Tag schreitet die rasante Abholzung tropischer Regenwälder voran. Die massive Ausbreitung von Ölpalmplantagen, Tropenholz- und Papiergewinnung sowie der nationale und internationale Tierhandel bedrohen die Orang-Utans. Wir müssen sie und ihre Heimat, den Regenwald retten – und damit auch unzählige weitere Tier- und Pflanzenarten des Regenwaldes und letztlich auch unser Klima“, so Martina Wiesmayr von BOS Deutschland.

Die Bilder offenbaren die Schönheit unserer rothaarigen Verwandten und ihrer Heimat. Und weisen zugleich auf die Notwendigkeit ihres Schutzes hin. Drei Themen ziehen sich durch die Ausstellung: Regenwald, Bedrohung und Rettung der Orang-Utans, die Arbeit in den BOS-Rettungsstationen sowie die Auswilderung der Tiere.

Über 800 Tiere werden in den BOS-Stationen betreut und auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Die Ausstellung erzählt, wie einem verwaisten Orang-Utan-Baby die Kenntnisse für ein Überleben im Dschungel vermittelt werden. Sechs bis sieben Jahre wäre es bei seiner Mutter geblieben und hätte von ihr alles gelernt. Dieses Wissen über Früchte, Nestbau, Überleben im Wald muss es nun in der Station lernen. Das dauert mehrere Jahre.

Das ist der größte Moment: Wenn der Käfig zum letzten Mal geöffnet und ein Orang-Utan endlich in die Freiheit entlassen wird. Zehn Jahre kämpfte BOS für geschützte Waldgebiete.
2012 ist das Jahr der Hoffnung. Bereits 21 Orang-Utans konnten in diesem Jahr zurück in gesicherte Regenwaldgebiete. Unter den Orang-Utans sind viele, die schon als kleine Babys zu BOS kamen. Ein Traum wird wahr. Auch das zeigen die Bilder.

Ohne die Arbeit der BOS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Borneo, ohne die Fürsorge und Hingabe jeder und jedes Einzelnen wäre die BOS Stiftung nicht das, was sie heute ist: Die größte Primatenschutzorganisation weltweit.

Während die Erwachsenen die Bilder auf sich wirken lassen, können sich die Kleinen am Basteltisch austoben. Und zugleich etwas über den tropischen Regenwald und seine Bewohner erfahren.

Weitere Infos zum Download:

Faltblatt BOS

Einladung Fotoausstellung Schleswig

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